Die Herausforderung des Monomaterials
Reine Materialien
Unsere Stoffe werden ausschließlich aus 100 % monofasrigen Materialien gefertigt. Wir bewahren bewusst die Reinheit der Materialien und verzichten vollständig auf Mischgewebe. Was wie ein technisches Detail erscheinen mag, ist in Wirklichkeit ein zentraler Bestandteil unseres Anspruchs an Langlebigkeit, Recyclingfähigkeit und langfristige Verantwortung.
Traditionell wurden Mischgewebe wegen ihrer Vielseitigkeit geschätzt. Durch die Kombination verschiedener Fasern konnten Hersteller Atmungsaktivität, Gewicht und Widerstandsfähigkeit gezielt anpassen und Textilien für unterschiedliche Einsatzbereiche und Klimabedingungen entwickeln. Diese Mischungen galten lange als ausgewogene Lösung zwischen Komfort, Funktion und Haltbarkeit.
Diese Vielseitigkeit hat jedoch einen erheblichen ökologischen Preis.
Mischgewebe stellen insbesondere am Lebensende ein großes Problem dar. Die Kombination unterschiedlicher Fasern macht Textilien extrem schwer, wenn nicht unmöglich, recycelbar. Nach ihrer Nutzung landen Kleidungsstücke aus Mischgeweben meist auf Deponien oder in der Verbrennung und tragen direkt zur wachsenden Menge an Textilabfällen bei.
Als Antwort auf diese Grenze haben wir uns für einen anspruchsvolleren Weg entschieden. Durch intensive Forschung und Entwicklung ist es uns gelungen, die funktionalen Vorteile klassischer Mischgewebe zu erreichen, indem wir ausschließlich mit Monomaterial Stoffen arbeiten. Atmungsaktivität, Haltbarkeit und Anpassungsfähigkeit bleiben erhalten, während die Recyclingfähigkeit gewährleistet ist. So können wir leistungsfähige Kleidungsstücke anbieten, ohne Kompromisse bei der ökologischen Verantwortung einzugehen.
Unser Versprechen
Immer bei 100%
Diese Eigenschaften mit 100 % monofasrigen Stoffen zu erreichen, erfordert eine höhere Präzision in der Gestaltung, anspruchsvollere Produktionsprozesse und eine größere Investition in die Qualität der Materialien.
Dieser Aufwand ist aus einem einfachen Grund notwendig: Gemischte Textilien sind heute nicht im industriellen Maßstab recycelbar. Selbst wenn Recycling technisch möglich ist, basiert es meist auf kostspieligen Laborverfahren, die sich nicht auf reale Recyclingstrukturen übertragen lassen.
Mit der Wahl von Monomaterial Kleidungsstücken entscheiden Sie sich für ein System, das heute funktioniert. Sollte künftig eine tatsächlich effiziente und wirtschaftlich tragfähige Lösung für das Recycling von Mischgeweben verfügbar werden, werden wir unseren Ansatz neu bewerten. Bis dahin bleiben wir konsequent der Reinheit der Materialien verpflichtet.
Grenzen von Mischgeweben
Materialreinheit
Binäre Mischgewebe, also Textilien aus zwei unterschiedlichen Fasern, machen den überwiegenden Teil der heute verwendeten Mischstoffe aus. Zu den gängigsten Beispielen zählen Baumwoll–Polyester-Gewebe, Woll–Nylon-Mischungen oder Konstruktionen aus Baumwolle und Elastan.
Diese Mischungen werden häufig eingesetzt, da sie Eigenschaften verschiedener Fasern kombinieren, etwa den Komfort natürlicher Materialien mit der Widerstandsfähigkeit oder Elastizität synthetischer Fasern. Diese scheinbare Vielseitigkeit hat jedoch erhebliche Nachteile am Lebensende.
- Die zentrale Herausforderung liegt in der Trennung der Fasern. Sind Fasern einmal miteinander vermischt, wird ihre effiziente Separation technisch komplex.
- Mechanische Recyclingverfahren sind kaum in der Lage, die Faserqualität zu erhalten, sodass die zurückgewonnenen Materialien in den meisten Fällen nicht zur Herstellung gleichwertiger Textilien genutzt werden können.
- Infolgedessen werden binäre Mischgewebe meist Recyclingprozessen geringerer Qualität zugeführt, anstatt tatsächlich zu neuen, vergleichbaren Textilien verarbeitet zu werden.
Textilien, die aus mehr als zwei Fasertypen bestehen, sind zwar weniger verbreitet als binäre Mischgewebe, stellen am Lebensende noch größere Herausforderungen dar. Die zunehmende Komplexität der Trennprozesse macht ihr Recycling in den meisten Fällen wirtschaftlich nicht tragfähig.
Eine zusätzliche Komplexität entsteht durch chemisch behandelte Textilien. Bestimmte wasser oder schmutzabweisende Ausrüstungen sind zwar im Gebrauch wirksam, beeinträchtigen jedoch die Recyclingfähigkeit erheblich und können persistente Substanzen in die recycelten Materialien einbringen.
Aus diesem Grund haben wir uns bewusst für wasserabweisende Ausrüstungen ohne PFAS und auf biologischer Basis entschieden. Diese Wahl schließt Ewigkeitschemikalien aus und stellt sicher, dass unsere Kleidungsstücke am Ende ihrer Lebensdauer mit bestehenden Recyclingprozessen kompatibel bleiben und ein kohärentes funktionales Kreislaufmodell unterstützen.