Haltbarkeit und biologische Abbaubarkeit
Eine perfekte Balance
Wir haben uns einer anspruchsvollen Aufgabe gestellt: Kleidungsstücke zu entwickeln, die ohne Spuren verschwinden können. Made to Disappear bedeutet nicht, dass sie dafür gemacht sind zu versagen.
Unsere Stücke sind auf Langlebigkeit ausgelegt. Sie halten Witterung, häufigem Waschen und dem täglichen Gebrauch zuverlässig stand. Regen, Schnee oder Schweiß lösen keinen Abbauprozess aus.
Biologische Abbaubarkeit kommt erst ganz am Ende des Lebenszyklus eines Kleidungsstücks zum Tragen, wenn es bewusst entsorgt wird. Der Abbau erfordert bestimmte Bedingungen und Zeit. Eine bloße Einwirkung der Elemente reicht nicht aus.
Mit Cévène gehen Langlebigkeit und biologische Abbaubarkeit ohne Kompromisse zusammen: Kleidung für den Alltag, die am Ende ihrer tatsächlichen Nutzung zur Natur zurückkehren kann.
Erfahrung und Ausbildung
Ökodesign-Ansatz
Über mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung in der Modebranche hinaus haben wir eine Ausbildung im Bereich Ökodesign bei La Belle Empreinte absolviert, im Rahmen von Programmen der Ademe, der französischen Agentur für ökologische Transformation.
Über mehrere Wochen hinweg haben wir jede Phase des Lebenszyklus eines Kleidungsstücks analysiert, von der Rohstoffgewinnung bis zum Falten des fertigen Produkts in seiner Verpackung. Diese Arbeit hat eine einfache Erkenntnis hervorgebracht: Die Umweltwirkung eines Materials hängt ebenso sehr von seiner Herkunft wie von seiner Beschaffenheit ab.
Baumwolle gilt oft als besonders wasserintensiv. In Ägypten erfordert hochwertige Baumwolle Bewässerungsmengen, die bis zu fünfmal höher liegen als der weltweite Durchschnitt. In Ländern wie Tansania oder Thailand hingegen reichen natürliche Niederschläge aus, sodass der Anbau in Bezug auf die Bewässerung nahezu neutral ist.
Diese Komplexität hat uns dazu veranlasst, einen sorgfältigen Ansatz zu verfolgen. Jede einzelne Komponente unserer Kleidungsstücke wird über die gesamte Lieferkette hinweg nachvollzogen. Bei einer Parka betrifft das zahlreiche einzelne Elemente.
Der Prozess ist anspruchsvoll. Nur wenige Werkstätten arbeiten heute noch ausschließlich mit natürlichen Materialien. Deshalb wählen wir unsere Materialien aus Regionen mit möglichst geringer Umweltbelastung.
Die Konfektion erfolgt in Portugal, einem Land, das für sein textiles Know-how und sein Energiesystem bekannt ist. Im Jahr 2023 stammten 61 % der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, was zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks beiträgt.
Biologisch abbaubar, recycelbar
Nutzung und Lebensende
Unsere Verantwortung reicht über die Produktion hinaus bis zum gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks. Das Waschen, oft unterschätzt, ist eine bedeutende Quelle der Umweltverschmutzung. Jährlich gelangen allein durch die Haushaltswäsche rund 500.000 Tonnen Kunststoffmikrofasern in die Ozeane.
Unsere Antwort ist einfach: ausschließlich Fasern zu verwenden, die sich natürlich abbauen.
Biologische Abbaubarkeit beschreibt die Fähigkeit eines Materials, innerhalb eines festgelegten Zeitraums von lebenden Organismen zersetzt zu werden. Bei Cévène haben wir diesen Zeitraum auf maximal ein Jahr festgelegt, um einen vollständigen Jahreszyklus zu berücksichtigen.
Diese Entscheidung schließt erdölbasierte Fasern wie Polyester oder Elastan ebenso aus wie Biokunststoffe, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte in der Umwelt verbleiben.
Biologische Abbaubarkeit ist kein Freibrief, Kleidung in der Natur zurückzulassen. Recycling bleibt die beste Lösung.
Aus diesem Grund sind unsere Kleidungsstücke so konzipiert, dass sie leicht recycelbar sind. Wir bevorzugen Monomaterial-Konstruktionen, wie zum Beispiel 100 % Wolle, und vermeiden Mischgewebe wie Baumwolle und Elastan, die den Recyclingprozess erschweren.